Wo sind Ihre Grenzen? Wie oft sagen wir zu uns selbst: „Das kann ich nicht! Das ist unmöglich!“ ? Setze ich mir selbst meine Grenzen oder machen das Andere für mich? Woher weiss ich überhaupt, wo meine Grenzen sind, was überhaupt möglich ist? Können Grenzen überhaupt sinnvoll sein?
Es gibt viele Arten von Grenzen, ich möchte mich jedoch hier auf unsere „psychologischen“ Grenzen konzentrieren, die Begrenzungen durch uns selbst und solche die von der Umwelt gesetzt werden. Dies sind Beschränkungen auf Grund unserer Gedankenmustern, Ueberzeugungen und Glaubensmustern, die uns in unserem Leben mehr behindern als uns weiterbringen. Einige haben wir einfach übernommen, sehr oft von den Eltern, Schule und Freunden oder unsere erste Erfahrungen liessen uns gewisse Dinge glauben. Aber ich habe immer wieder die Möglichkeit Grenzen niederzureissen, die mich behindern. Wie stark ist mein Charisma wenn ich sage: „Das kann ich nicht“? Mit dieser Einstellung werde ich mein Gegenüber wohl kaum beeindrucken. Wenn ich mich akzeptiere und das was ich mache, mit Überzeugung tue und meine Innere Einstellung zu meinem äusseren Handeln kongruent ist, wirke ich erst richtig. Gut, wir sind dazu erzogen worden, immer bescheiden zu sein. Das was ich hier meine, ist nicht das Gegenteil davon, sondern einfach vom Erfolg überzeugt zu sein – innerlich. Damit verändert sich auch meine Ausstrahlung. Würden Sie von einem Verkäufer, der von seiner Ware nicht überzeugt ist, etwas kaufen? Wohl kaum! Wir sind überall und immer Verkäufer, zwar nicht von Waren, aber wir alle wollen angenommen werden! Spitzensportler erleben ihren Erfolg oft vor dem eigentlichen Wettkampf, in Gedanken. Es gibt Techniken, die diesen Vorgang unterstützen und bekräftigen und somit der Erfolg unvermeintlich wird.
Erweitern Sie Ihre Grenzen, indem Sie an Unmögliches glauben! Wir setzen unsere Grenzen sehr oft schon im Kopf, aber in Wirklichkeit ist nichts unmöglich – auf jeden Fall ist viel mehr möglich als wir für möglich halten. Ein Versuch ist es auf jeden Fall wert! Setzen Sie sich ein Ziel, das Sie sehr gerne erreichen möchten. Nun stellen Sie sich das Ergebnis vor, mit all den Gefühlen, die dazu gehören. Dies ist sicherlich schon ein guter Anfang und es geht sehr viel einfacher und macht erst noch mehr Spass, als zu zweifeln. Was ich mir in Gedanken vorstellen kann, ist grundsätzlich auch möglich. Tönt wohl verrückt, aber was heisst eigentlich ver-rückt. Es entspricht nicht den Vorstellungen und den Grenzen, die uns von der Umwelt gesetzt werden. Aber vielleicht ist es förderlicher uns einmal weniger durch Grenzen einschränken zu lassen. Wenn ich gegen den Strom fliesse, bin ich vielleicht mehr im Fluss von meinem Leben.
Setzen Sie bewusst Grenzen Grenzen sind sehr oft hilfreich und nützlich wenn sie bewusst gesetzt werden. Sie geben mir Sicherheit und ich kann besser „bei mir“ bleiben. Ich kann meiner Familie und meinen Freunden besser dienen, wenn ich genau weiss, was meine Gefühle sind. Sehr oft verschwimmen die Konturen und ich übernehme Gefühle vom andern, was keine der Parteien wirklich weiter bringt. Wie kann ich Grenzen setzen? Indem ich meine Bedürfnisse erkenne und anerkenne. Liebe ist das Zauberwort. Die Liebe zu sich selbst. Wenn ich meine eigenen Bedürfnisse nicht kenne, ist die Gefahr gross, dass ich mich über andere Menschen identifiziere. Die Liebe zu uns selbst, lässt erst Liebe zu den andern zu.(erscheint im Fricktaler Boten am 22. April 2005)
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